Stark durch Respekt - Pressearchiv
OutSider ! Stark Durch Respekt !

 

http://www.itv-coburg.de/vorzeigeprojekt-outsider-bolzen-gegen-aggression

http://www.infranken.de/nc/nachrichten/lokales/artikelansicht/article/aussenseiter-nur-auf-dem-spielfeld-4789.html?tx_felogin_pi1%5Bforgot%5D=1

http://www.hs-coburg.de/fileadmin/fbs/bohrhard/krimi/13_OutsiderCoburg.pdf


http://www.flensburg-online.de/blog/2009-05/fusball-verbindet-fusball-macht-stark-fusball-in-coburg.html

http://coburg-life.de/2009/05/freundschaftsspiel/

http://rt151.magix.net/website/service_projekte.8.html

www.infranken.de/nachrichten/lokales/coburg/Coburg-Outsider-Abstimmung-Facebook-Outsider-brauchen-Unterstuetzung;art214,191586

www.radioeins.com/default.aspx?ID=4380&showNews=1009106


http://www.infranken.de/nachrichten/sport/lokalsport/lichtenfels/Volkslauf-Korbstadt-Halbmarathon-Nordic-Walking-300-Starter-werden-in-Lichtenfels-erwartet;art296,76429









Da bei manchen Explorern der Artikel nicht angezeigt wird,  hier nochmal der Textinhalt: Neue Presse, 23.10.2010:

SPORTPROJEKT Sie stammten aus zerrütteten
Familienverhältnissen, standen ohne Ausbildung
da und sahen in Prügeleien und Alkohol ihre
wichtigste Freizeitbeschäftigung.Nun spielen sie
miteinander Fußball, lernen Achtung vor dem
Gegenüber – und an die einstige Außenseiterrolle
erinnert nurmehr der Teamname „Outsider“.
Coburg — Es kommt nicht darauf an, wo du herkommst, sondern was du daraus machst.“ So
lautet das Motto der Coburger „Outsider“ – ein Fußball-Präventionsprojekt,
hauptsächlich für Jugendliche und junge Erwachsene.
Zum zweiten Geburtstag
richteten die „Outsider“
ein Turnier aus. Das Team
der 80er, die Soccer Kings, der
FC Fußball, Sprungbrett,
Round Table, die Wefa-Mannschaft,
Outsider I und traten in
20-minütigen Spielen gegeneinander
an. Bei allem Kampfgeist
wurde auf der Benno-Benz-Anlage
die sportliche Fairness groß
geschrieben. „Respekt“ ist unter
den Jungs ein hohes Gut.
Das war nicht immer so. Sebastian
(25, Name geändert) berichtet:
„Mit sechs Jahren holte
mich ein Boxtrainer von der
Straße, weil ich daueraggressiv
war.“ Die Trennung der Eltern,
derAlkoholismus desVaters und
der resultierende Spott wie
„Schaumal den da, sein Vater ist
ein Assi, ein Säufer!“ ließen ihn
noch aggressiver werden. Zwar
war Sebastian im Boxsport recht
erfolgreich, doch mit zwölf Jahren
fing er an zu trinken.
Kurz vor seinem 14. Geburtstag
hatte er sich im Boxen ganz
weit hochgearbeitet. Aber weil
seine Mutter mit ihm genau in
dieser Zeit von Sachsen nach
Oberfranken zog, wurde aus der
Karriere nichts. Statt Boxen gab
es Bier kasten- und Schnaps flaschenweise.
Sebastian brach die
Schule in der 7. Klasse ab. Ohne
Abschluss, weil seine Lehrerin
immer über „Ossis“ geschimpft
habe und er sie daraufhin zusammenschlug.
Seine Bilanz:
Wegen siebenfacher schwerer
Körperverletzung und vierfachem
versuchten Totschlags
kam er mit 20 in die Justizvollzugsanstalt
Ebrach.
Vor und nach seiner Haftzeit
zeigte er sich fasziniert vom
Fußball, spielte jedoch hauptsächlich,
um sich zu prügeln.
Dies änderte sich erst, als seine
Frau schwanger wurde. Er stellte
das Prügeln ein und startete
den Entzug. „Seit Januar bin ich
trocken.“ Nach seiner Therapie
schloss er sich dem „Outsider“-
Team an, um nicht mehr auf
dumme Gedanken zu kommen.
„MitmeinemNegativvorbild
möchte ich andere
junge Männer vor
ähnlichen Irrwegen bewahren.“
Anderes Schicksal,
gleiches Ergebnis: Auch
der 17-jährige Stefan ist ein
„Outsider“. Als Grundschüler
litt er unter ADHS. Es folgten
Arztbesuche undMedikamente.
Die beeinflussten Stefan so, dass
es seine Mutter nicht mehr verantworten
konnte und wollte.
Nun sollte er sein ADHS aus eigener
Kraft in den Griff bekommen.
Während seiner Bäckerlehre
musste er ins Krankenhaus und
fiel für mehrere Wochen aus.
Statt Mitgefühl erntete er Ausgrenzung
bei den Kollegen. Stefan
schmiss hin und bemühte
sich um eine neue Ausbildungsstelle,
fand aber erst nach zwei
Jahren etwas – etwas mit
Substanz: „Ich habe
eine Ausbildung
zum
Maurer begonnen
und
bin stolz
drauf.“ Seit
vier Monaten
ist er ein
„Outsider“. „Ich freuemich immer,
wenn wir Training haben,
denn das gibt mir Kraft, in der
nächsten Woche voll durchzustarten.
Dieses Team hat mein
Leben total verändert.“
Bereits als kleiner Junge kam
der heute 25-jährige Hannes zu
Pflegeeltern. Er erlernte denBeruf
desMalers undPutzers, ohne
jedoch seine Ausbildung abzuschließen.
Mit 21 zog er zu seiner
leiblichen Mutter. Nach einem
gewaltigen Ärger warf sie
ihn raus. Es folgte ein schwieriger
Neustart, beruflich wie privat.
Inzwischen ist er als Gerüstbauhelfer
beschäftigt. Er hofft,
dass daraus etwas festes wird.
Als er von den „Outsidern“ hörte,
wollte er mal mittrainieren.
Seinen Trainer, Sozialpädagoge
Michael Wolff, sieht er als energische
Person an, die immer nur
das Beste fürs Team will. „Das
Beste ist, dass er unsere Probleme
ernst nimmt. Er ist immer
für uns da.Das ist klasse.“
Lobende Worte, denen sich
Bürgermeister Norbert Tessmer
anschließt. Er würdigt die Arbeit
der „Outsider“ und unterstreicht,
dass die jungen Leute in
der momentanen wirtschaftlichen
Situation reelle Möglichkeiten
hätten, einen Ausbildungs-
und Arbeitsplatz zu erhalten.
Und auch der Leiter des
Amts für Jugend und Familie,
Reinhold Ehl, hält große Stücke
auf seinen Mitarbeiter Michael
Wolff. Die Arbeit der „Outsider“
trage auch dazu bei, ehemals
straffällige Jugendliche davor
zu bewahren, erneut vorGericht
zu landen.
Von den Vorteilen des Fußballprojekts
ist seit eineinhalb
Jahren der Round Table Coburg
überzeugt, und deswegen unterstützt
der Serviceclub das Team.
Den gemeinnützigen Aspekt des
Turniers würdigten auch die
Unparteiischen: Die Schiedsrichter
Manfred Schuberth und
Lutz Bittner von der Schiedsrichtervereinigung
Coburg-
Ebern pfiffen gratis.
 
Foto: Edwin Meißinger




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